Die Studie „Digital-Echo Deutsche Startups“ hat Ergebnisse auf die Fragen, wie viel im Netz über Startups gesprochen wird. Die Studie, die die Mühlenbeck Consulting und Drunk Octupus Communications über einen Zeitraum von April bis Juni 2016 erstellt haben, hat rund 60.000 Erwähnungen gesichtet und eingeordnet.

Viele Ergebnisse der Studie seien voraussehbar gewesen, einige hätten aber dennoch überrascht.

Berlin als Standort oft erwähnt – Köln im unteren Mittelfeld

In den rund 60.000 Erwähnungen, die die Mühlenbeck Consulting und Drunk Octupus Communications gesichtet haben, war Berlin der Standort, der mit 44 Prozent aller Erwähnungen klar den ersten Platz erreicht hat. Dahinter folgen die Städte München und Hamburg. Köln liegt nur auf dem fünften Platz hinter Frankfurt. Düsseldorf ist in der Statistik auf dem sechsten Platz. Doch gerechnet auf die Einwohnerzahlen ergibt es sich ein anderes Bild. Wenn die Anzahl an Erwähnungen mit der Einwohnerzahl der jeweiligen Standorte verknüpft wird, liegt Frankfurt vorne. Dahinter folgen Berlin und München. Köln kommt auch in diesem Ranking nicht gut weg.

Positive Nachrichten über Startups

Die Studie „Digital-Echo Deutsche Startups“ hat auch die Tonalität der Erwähnungen untersucht. Dabei fällt auf, dass nur ein ganz geringer Anteil der Erwähnungen negativ sind. Nur vereinzelt im Web und bei Nachrichten, waren die Ergebnisse negativ. Ansonsten ist die Tonalität in den meisten Erwähnungen neutral oder sogar positiv. Insbesondere bei Pressemeldungen, Nachrichten, im Web und in Foren. In Microblogs halten sich viele Erwähnungen neutral.

Social Media mit meisten Erwähnungen

Ein Großteil der Erwähnungen über Startups gibt es auf den sozialen Medien. Insbesondere Twitter ist dabei sehr beliebt. Das soziale Netzwerk belegt mit über 14.000 Erwähnungen in dem dreimonatigen Suchfenster den ersten Platz. Es folgen Facebook, Instagram, XING und Google Plus. Die international größere Plattform LinkedIN im Vergleich zum Businessnetzwerk XING ist in Deutschland aber offenbar weniger relevant. Bei den Nachrichtenportalen gehen die meisten Erwähnungen auf das Branchenportal gruenderszene.de zurück. Darauf folgt deutsche-startups.de. Danach folgen große allgemeine Nachrichtenportale, unter anderem welt.de, heise.de und derwesten.de. Diese Medien berichten laut der Studie ebenfalls intensiv über Startups.

Thema liegt hauptsächlich auf Kunden

Bei den meisten Erwähnungen zum Thema Startup, wurde laut der Studie das Wort „Kunden“ besonders oft verwendet. Dies stelle ein Prinzip der Digitalen Transformation dar, wo der Kunde in den Mittelpunkt des Unternehmens, also aller Prozesse gestellt werden solle. Der Studie zu Folge, hätten Startups dieses Prinzip „bereits in die DNA der Startups“ verinnerlicht. Weitere wichtige Begriffe, die in den Erwähnungen zu finden waren, sind „Markt“, „Entwicklung“, „Plattform“, „App“ und „Team“. Das Thema Investoren kommt bei den deutschen Gesprächen über Startups im Vergleich zu ausländischen Erwähnungen eher ziemlich kurz. Nur am Startup Standort Berlin sei im Vergleich zu den weiteren deutschen Städten das Thema „Investoren“ wesentlich häufiger angesprochen worden.

Merkels Lob mit höchster Viralität

Der erfolgreichste Post zu Startups im Zeitraum der Studie „Digital-Echo Deutsche Startups“ war ein Post der Bundeskanzlerin Angela Merkel. Ihre lobenden Worte zum Startup Standort Berlin („Berlin ist zu einer tollen Start-up-Stadt geworden“) via Facebook „gefällt“ bis heute über 12.500 Usern und wurde über 800 Mal geteilt.

Die gesamte Studie findet sich unter: transformieren.com/studie-deutsche-startups-digital-echo