Noch immer plagen viele deutsche Arbeitnehmer Ängste, dass die zunehmende Anzahl an Robotern in Unternehmen langfristig Arbeitsplätze kosten wird. Tatsächlich werden Maschinen den Menschen aber auch in der

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näheren Zukunft nicht ersetzen, sondern immer nur ergänzen können. Dies zeigt eine neue Studie von McKinsey. Demnach müsse die deutsche Wirtschaft in Zukunft sogar noch deutlich stärker in die Automatisierung investieren, um langfristig konkurrenzfähig zu bleiben.

 

Vollständige Automatisierung noch weit entfernt

 

Laut der Studie von McKinsey werden in der näheren Zukunft lediglich zwei Prozent aller in Unternehmen anfallenden Tätigkeiten automatisiert werden. Allerdings werde es für Menschen immer wichtiger, mit KI-Systemen und Robotern zusammenzuarbeiten. Dabei spielt es keine Rolle, ob sie nun am Schreibtisch oder in der Werkshalle tätig sind. Wie die Urheber der Studie erklärten, bestehe bei annähernd 62 Prozent, der im Alltag anfallenden Tätigkeiten eine hohe Wahrscheinlichkeit, dass sie mittelfristig von Maschinen übernommen werden. Auch betreffen die Veränderungen nicht nur die Arbeitsplätze von Sachbearbeitern, sondern auch die von Vorständen.

Das größte Potenzial für Automatisierungen gestehen die Urheber der Studie Routine-Tätigkeiten, also all jenen Aufgaben zu, die regelmäßig gemacht werden müssen. Das kann entweder das Stapeln von Paketen, das Zwiebelschneiden oder die Erledigung von Schweißarbeiten sein. Durch immer stärkere Rechner und immer sensiblere Sensoren können Maschinen bereits heute eine Vielzahl unterschiedlicher Aufgabenfelder bearbeiten.

 

Lagerhaltung und Transport bieten große Potenziale für Automatisierung

 

Laut McKinsey sind die Bereiche Lagerhaltung, Transport und industrielle Fertigung prädestiniert für die Automatisierung. Besonders hervorgehoben wird aber das Hotel- und Gaststättengewerbe. Hier lassen sich laut Experten in naher Zukunft annähernd 72 Prozent aller Aufgaben automatisieren. Wichtige Beispiele sind hier das Einchecken, das Kochen in der Küche und der Zimmerservice.

 

Vor allem viele junge Startups legen in diesem Bereich deutlich zu. So startete das Startup Starship Technologies beispielsweise erst kürzlich ein Pilotprojekt mit einem Roboter-Pizzaboten. Auch auf dem SingularityU Germany Summit 2017 waren wieder viele Startups vertreten, die sich auf den Bereich Automatisierung spezialisiert haben. Noch bis zum 31.05. erhalten Startups einen Rabatt von 50€ bei Anmeldung zur StartupCityCologne – jetzt Aussteller werden.

 

Große Potenziale für die Wirtschaft

 

Die Urheber der Studie gehen von einer starken Entwicklung der Automatisierung aus. Werte, mit denen man hier rechnet, sind ein Produktivitätszuwachs von 0,8 – 1,4 Prozent pro Jahr. Wer hingegen auf Abwarten setzt, gehe das Risiko ein, den Anschluss zu verlieren und beim Wachstum bis 2030 um bis zu ein Drittel hinterherzubleiben. Besonders große Entwicklungssprünge erwartet man sich in der Industrie, wo beispielsweise durch vorausschauende Wartung viel Geld sparen kann. Hier überprüfen Sensoren permanent, wie stark Einzelteile verschleißen. Sie können dann bereits ausgetauscht werden, bevor tatsächlich Defekte auftreten. Damit lässt sich die Effizienz deutlich steigern.

 

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