Der junge Kölner Taschenhersteller „Fond of Bags“ hat den Deutschen Gründerpreis 2017 in der Kategorie „Aufsteiger“ gewonnen. Daran ist nicht zuletzt der Erfolg des Ergobag-Schulranzens beteiligt. CEO Sven-Oliver Pink könnt ihr auf der StartupCon 2017, am 11. Oktober in Köln live erleben.

Praktisch, stylisch, nachhaltig produziert – Fond of Bags

Der Gründerpreis wird jährlich von Stern, den Sparkassen, Porsche und dem ZDF ausgelobt. Dieses Jahr gewann ihn das Kölner Startup für seine ergonomischen Rucksäcke und Taschen. Die Jury begründete ihre Entscheidung damit, dass es Ergobag innerhalb von sieben Jahren geschafft hat, zu einer Top-Adresse für Taschen zu werden. Dabei wurde hervorgehoben, dass die Taschen nicht nur stilvoll aussehen, sondern auch praktisch sind und verantwortungsvoll produziert werden. Über den Sieg dürften sich die Köpfe hinter Fond of Bags vor allem deshalb gefreut haben, weil sie bereits 2012 Finalist beim Gründerpreis waren, damals noch in der Kategorie „Startups“. Und auch dieses Jahr war es kein Spaziergang. Wie Firmengründer Sven-Oliver Pink erklärte, habe man zwar eine besondere Geschichte, aber angesichts der starken Konkurrenz eines Frauenteams mit einem Hightech-Patent nicht gerechnet.

Derzeit zählt das Kölner Unternehmen 189 Mitarbeiter. Seine Produkte vertreibt es bereits unter sieben Marken. Hierzu gehören neben Ergobag auch Affenzahn und Satch.

Ein Unternehmen mit einer besonderen Geschichte

Über 600.000 Rucksäcke hat Fond of Bags schon in über 35 Ländern verkauft. Und das ist auch kein Wunder. Mit ihrer Idee haben die Gründer Florian Michajlezko und Oliver Steinki im Februar 2010 eine echte Marktlücke geschlossen: ergonomische Schulranzen, die den Rücken der Kinder schonen. Längst haben sich daraus verschiedenste Marken entwickeln, die nicht nur für Kinder, sondern auch für Erwachsene mit unterschiedlichsten Ansprüchen geeignet sind. Produziert werden die Rucksäcke und Taschen in Vietnam. Die Macher hinter dem Unternehmen überzeugten sich vor Ort von den Sozialstandards.

Und auch in Zukunft soll das Unternehmen wachsen. Als Nächstes soll ein Neubau auf der Vogelsanger Straße 321 realisiert werden. Dort soll der künftige siebenstöckige Sitz des Unternehmens entstehen. Bisher scheiterte das Projekt allerdings an der Maßgabe, dass in der Straße nur fünfstöckig gebaut werden darf. Nun erhoffen sich die Gründer Unterstützung von OB Henriette Reker.